Wasser

In der Freiraumgestaltung hat das Medium Wasser einen sehr großen Stellenwert. Wasser ist Leben und ohne Wasser geht nichts in der Umgebung des Menschen. Dabei übernimmt Wasser in Freiräumen viele Funktionen von natürlichen Klimaanlagen bis hin zum Freibad. Dabei können die Gestaltungsfacetten umfangreicher kaum sein. Die Nutzbarkeit dieser Wasserflächen bietet ebenfalls ein breites Spektrum an Möglichkeiten. An die Gestaltung der Gewässer ist oft die Abdichtungsform gekoppelt. Im Folgenden werden einige Beispielhafte Gewässerarten in Freiräumen erläutert

Wasserläufe

Bewegtes Wasser wird überwiegend mithilfe von technischen Einrichtungen erzeugt. Für einen Freiraum schafft bewegtes Wasser mit seiner Geräuschkulisse und attraktiven Optik eine besondere Atmosphäre. Die Gestaltung von Einrichtungen für bewegtes Wasser sind sehr vielseitig. So sind von Wasserfällen bis hin zu reißenden Bächen quer durch den Freiraum die Möglichkeiten fast unbegrenzt.

Zierteich

Zierteiche haben eine künstliche bzw. architektonische Grundform, die sich meist aus der Gestaltung des Umfeldes ergibt. Beim Zierteich liegt der Schwerpunkt bei der Formgebung des Teiches und dem Inszenieren des Wassers. So soll  hierbei nicht die Natürlichkeit eines Teiches betont werden, sondern die Möglichkeit, Wasser formen zu können. Dabei ist der Unterschied zu einem naturnahen Teich meist der zurückhaltende Umgang mit Pflanzen. Der Einsatz von Fischen ist für einen Zierteich zwar keine Bedingung, aber möglich.

Schwimmteich

Schwimmteiche sind künstlich angelegte Ökosysteme, in denen die Wasseraufbereitung ganz oder teilweise biologisch erfolgt. Der erste Schwimmteich wurde vor ca. 23 Jahren in Deutschland gebaut. Mittlerweile wird der Bestand an Schwimmteichen auf rund 5000 Exemplare geschätzt. Die Wasseraufbereitung funktioniert durch einen Wasserkreislauf. Dabei ist das Ziel der Austausch des Wassers aus dem Aufbereitungsbereich (Reinwasser) mit dem Wasser aus dem Nutzungsbereich (Rohwasser). Die natürliche Durchströmung ist nicht steuerbar und beruht auf den Einflussfaktoren wie bspw. der Bauart, der Wassertiefe, der Besonnung, dem Gehalt an Schwebstoffen und Plankton, der Lufttemperatur, sowie der Nutzungsintensität und dem Wind. Für eine Mindestgröße des Nutzungsbereichs von Schwimmteichen werden 8 x 4m empfohlen. Der Aufbereitungsbereich nimmt davon je nach System mindestens 30 – 60% zusätzlich ein. Ein Schwimmteich benötigt also schon eine gewisse Fläche, wobei Aufbereitungsbereich und Nutzungsbereich von einander abgekoppelt werden können und nur durch eine Zu- und Ablauf verbunden sind. Den Ausformungen der Schwimmteiche sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Naturnaher Gartenteich

Der naturnahe Gartenteich zeichnet sich durch den Verzicht auf jegliche technische Anlagen aus. So kann jede verdichtete Vertiefung im Garten schon als naturnaher Gartenteich betrachtet werden.

Der naturnahe Gartenteich knüpft an das Vorbild des Naturteichs an. Da sich in Naturteichen der Größenordnung von Gartenteichen, sog. Kleingewässern, keine Fische befinden, gilt auch für den naturnahen Gartenteich der Grundsatz vom Verzicht auf Fische. Hier muss allerdings eine Abstufung gemacht werden, denn bei einer entsprechenden Größe von mind. 100 m² und der Abtrennung von Flachwasserbereichen zum Schutz von Kaulquappen und Insektenlarven ist der Einsatz von Fischen möglich. Aus diesen Grundsätzen für einen naturnahen Gartenteich wird deutlich, dass das Hauptziel eines solchen Teiches die Schaffung eines Feuchtbiotopes ist. Damit werden bestmögliche Lebensbedingungen für Insekten, Kleinstlebewesen, Amphibien, Organismen, Wasserpflanzen usw. erzeugt.

Fischteich

Fischteiche definieren sich über ihren Hauptnutzen, dem der Fischhaltung. Dabei spielt die Pflanzung im Teich ebenso eine große Rolle, wie die Anforderungen an die Wasserqualität. Da diese Anforderungen stark von den eingesetzten Fischarten abhängen, können hier nicht alle Anforderungen bedient werden.